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Konstantin-Andok-Literaturpreis

„Sprich. Schreib.Stör das Schweigen.“

Ausschreibung des Konstantin-Andok-Literaturpreises 2027

Wir leben in einer Zeit, in der sich viele abwenden – von Politik, von der Wirklichkeit, voneinander. Weil alles zu viel ist. Weil niemand zuhört. Weil der Lärm das Gespräch verschluckt. Wer sich einmischt, riskiert etwas. Wer leise bleibt, vielleicht noch mehr.

Mit der Ausschreibung des Konstantin-Andok-Literaturpreis 2027 suchen wir Texte, die aufbrechen, was verkrustet ist. Texte, die Fragen stellen, wo andere behaupten, längst Antworten zu haben. Texte, die sich nicht mit Sprachlosigkeit abfinden, sondern ermutigen.



Unser Thema 2027: „Sprich. Schreib. Stör das Schweigen.“
Wer spricht? Wer wird gehört? Wer darf erzählen – und wer wird systematisch über- gangen? Dabei interessieren uns besonders diese thematischen Spannungsfelder:

Welt aus den Fugen
Wie erzählen wir Welt, wenn alte Ordnungen bröckeln und neue kaum tragen? Wer bleibt solidarisch, wenn alles geopolitisch wird?

Demokratie unter Druck
Was bleibt vom Gemeinsinn, wenn autoritäre Logik,
„Sicherheitsdenken“ und populistische Erzählungen
unsere Paradigmen verengen?

Räume der Solidarität
Wo finden wir Halt? Wie entsteht Gemeinschaft jenseits von Herkunft, Status oder Ideologie? Wie handeln wir solidarisch – trotz Angst, Scham oder Sprachlosigkeit? Wo findet unser Widerstand Platz, um sich zu erholen? Wo und wie tanken wir neue Hoffnung?

Wir suchen literarische Stimmen, die sich nicht wegducken.
Ob Erzählung, dokumentarische Szene, politischer Essay, Reportage oder poetische Montage – gesucht werden Texte, die sich einmischen, unbequem sind und Räume öffnen für Empathie, Zweifel, Courage, Wahrheitssuche und Kraft. Prosa, die das Schweigen durchbricht – über das, worüber sonst niemand spricht

Über den Preis
Der Konstantin-Andok-Literaturpreis erinnert an Konstantin Gedig (1995–2019), der in der kurdischen Region Rojava für eine gerechtere Welt kämpfte und sein Leben ließ. Unser Preis steht für Schreiben, das Partei ergreift – für Gerechtigkeit, für Sichtbarkeit, für das, was gesagt werden muss. Er wird von SOLI NETZ vergeben – getragen von Menschen aus Literatur, Kunst, Journalismus, Aktivismus und gelebter Erinnerungskultur.

Der erste Preis ist mit 600 Euro, der zweite mit 300 Euro u. der dritte mit 100 Euro dotiert.

Teilnahme mit deutschsprachigen Texten

  • Gesucht: literarische Texte (max. 22.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) – keine Lyrik
  • Veröffentlichungsstatus spielt keine Rolle | Einsendeschluss: Mi. 16. Oktober 2026
  • Einreichung im PDF-Format: preis@soli-netz.blog / Bitte speichert unbedingt als PDF ab, sonst können wir die Einsendung leider nicht berücksichtigen. Benennt Eure Datei wie folgt: „Nachname,Vorname_Titel_(x S.).pdf“.
  • Wir streben eine öffentliche Preisverleihung an. Die prämierten Texte dürfen von SOLI NETZ in einfacher, nicht-exklusiver Form veröffentlicht werden (z. B. Blog, Anthologie, Öffentlichkeitsarbeit). Die Autor:innen behalten alle weiteren Rechte. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir eine begründete Ablehnung Eurer
    Beiträge nicht versenden können. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    www.soli-netz.blog | kontakt@soli-netz.blog

    Schreib, was du nicht sagen kannst.
    Schaff Räume für Solidarität.
    Stör das Schweigen.

    You’ll never walk alone …